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Nachbericht: Brüssel (Belgien) 2019

von Nina Kerschbaumer

Institution: Verbindungsbüro des Landes Kärnten, Brüssel, Belgien

Studium: Diplom Rechtswissenschaften

Zeitraum: September 2019 - Dezember 2019

 

Bewerbung / Kontaktaufnahme mit der Gastinstitution

Ich erfuhr über die Homepage des Verbindungsbüros des Landes Kärnten von der Möglichkeit, dort ein mehrmonatiges Praktikum zu absolvieren. Da ich nach dem Abschluss meines Studiums unbedingt nochmals Luft auf „internationalem Parkett“ schnuppern und meine Sprachkenntnisse vertiefen wollte, beschloss ich, meine Bewerbungsunterlagen via E-Mail an das Verbindungsbüro zu übermitteln. Im Dezember 2018 bekam ich von der Gastinstitution schließlich die Rückmeldung, zum Praktikum von 16. September 2019 bis zum 20. Dezember 2019 zugelassen geworden zu sein. Alle organisatorischen Angelegenheiten – von Versicherungen über die Übermittlung persönlicher Dokumente – wurden rasch und unkompliziert im E-Mailverkehr abgewickelt. Via E-Mail bekam ich auch eine umfangreiche Liste mit Empfehlungen zur Zimmersuche in Brüssel.

Reisevorbereitungen – Unterkunft - Anreise

Schon sechs Monate vor dem Praktikumsantritt kümmerte ich mich um die Wohnungssuche; schließlich entschied ich mich für eine kleine Wohnung im Stadtzentrum von Brüssel, auf die ich auf der Website Airbnb aufmerksam wurde. Die Kontaktaufnahme mit dem Vermieter verlief reibungslos. Ich entschied mich dazu, mit dem Auto nach Brüssel zu reisen, jedoch sind auch günstige Flüge, vor allem zum 40 Minuten vom Brüsseler Zentrum entfernten Airport Bruxelles – Charleroi, verfügbar. Nach der zehnstündigen Anreise nach Brüssel kam ich schließlich endlich bei der Wohnung an und wurde vom Vermieter herzlich empfangen. Die Wohnung war von der Lage her perfekt – in zwei Minuten war man im „Herzen“ von Brüssel – dem Grand Place – aber auch der Weg zur Arbeit war in 15 Minuten zu Fuß zu bewältigen.

Details zum Verbindungsbüro des Landes Kärnten

Gemeinsam mit den Vertretungen von Friaul - Julisch Venetien und Istrien befindet sich das VBB Kärnten mitten im Herzen des Europaviertels. Das Verbindungsbüro des Landes Kärnten ist ein starkes Netzwerk für Kärnten in der Europäischen Union und für den Informationsfluss von der EU nach Kärnten und umgekehrt zuständig. Das Team von drei Referentinnen sowie der Büroleiterin wird über das ganze Jahr von zwei PraktikantInnen unterstützt. Das Verbindungsbüro dient den Interessen Kärntens in der EU, ermöglicht den Informationsfluss über alle relevanten politischen Entwicklungen und Vorgänge in der EU und das Einbringen von Kärntner Positionen in die Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen auf EU-Ebene. Das VBB verfügt über ein dichtgeknüpftes Netzwerk zu den EU-Institutionen und empfängt regelmäßig Besuchergruppen aus Kärnten, um die Arbeit des Verbindungsbüros, die EU und deren Zusammenarbeit vorzustellen.

Tätigkeitsbereich, Tagesablauf, Hauptaufgaben

Meine Arbeitszeit war täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr, am Freitag wurde das Büro schon um 15:00 Uhr geschlossen. Ich als Praktikantin war mitverantwortlich für das Verfassen von Artikeln, die in einem wöchentlich vom Verbindungsbüro Kärnten erscheinenden Newsletter publiziert werden. Im Zuge dessen durfte ich aktuelle Angelegenheiten auf EU-Ebene ausarbeiten und in einem Artikel wiedergeben. Weiters durfte ich meine Kolleginnen bei den Vorbereitungen von Sitzungen und Tagungen unterstützen und an internationalen Konferenzen mit anschließender Protokollerstellung teilnehmen. Zu meinem Aufgabenbereich zählte zudem die Ausarbeitung von Factsheets zu unterschiedlichen EU-Bereichen. Schließlich waren auch Recherchetätigkeiten - beispielsweise zum Verhältnis zwischen nationalem Recht und dem EU-Recht - meine Aufgabe; außerdem durfte ich Informationen zu Fachvorträgen sammeln und auf diese Weise bei ihrer Zusammenstellung mitwirken.

Leben in Brüssel

Insgesamt ist Brüssel eine Stadt, in der es sich sehr gut leben lässt. Das Leben im Herzen Europas war für mich stets spannend und abwechslungsreich, da man in den unterschiedlichen Stadtvierteln Brüssels mit sehr vielen verschiedenen Kulturen in Berührung kommt. Da sowohl meine Wohnung als auch die Arbeitsstelle sehr zentral gelegen waren, konnte ich alle Wege zu Fuß bewältigen, für längere Strecken griff ich gerne auf das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz zurück. Überall in der Stadt findet man E-Scooter und Fahrräder vor, die zur freien Verfügung stehen. In Korrespondenz mit den EU-Institutionen kommt man sehr gut mit Englisch zurecht, im Alltag ist es allerdings von Vorteil, zumindest ein wenig Französisch zu können, da die Englischkenntnisse vieler Dienstleister eher dürftig sind. Brüssel bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, nette Cafés und
Frühstückslokale, an denen man seine Wochenenden verbringen kann. Beim Stadtbummel darf der Regenschirm jedoch niemals vergessen werden, da Brüssel oft unterwartet von Regenschauern heimgesucht wird. Sollte man etwas Zeit außerhalb der Stadt verbringen wollen, bieten sich Ausflüge in die nahegelegenen Städte Brügge oder Gent an, die man einfach mit dem Zug erreichen kann. An schönen Sommertagen empfiehlt sich ein Ausflug ans Meer, wie zum Beispiel in die Stadt Oostende. Brüssel besticht jedoch auch durch seine super zentrale Ausgangslage in andere europäische Städte. Paris ist in zwei Stunden und London in drei Stunden mit dem Zug zu erreichen, auch in niederländische Städten wie Amsterdam, Den Haag oder Rotterdam ist man mit dem Flixbus in wenigen Stunden.

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