Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Nachbericht: Salamanca (Spanien) 2018

von Julia Embacher

Unternehmen: Centro de Investigación del Cáncer,
Universidad de Salamanca
Studium: MA Molekulare Mikrobiologie
Zeitraum: Mai bis Juni 2018

Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen:

Die erste Kontaktaufnahme mit der Gastinstitution erfolgte per E-Mail. Meine Erfahrung war, dass es besser ist, direkt den Gruppen-/LaborleiterInnen zu schreiben anstatt dem Sekretariat des Instituts. In meinem Fall handelte es sich um Mercedes Dosil Castro (mdosil@usal.es). Das Ausfüllen des Learning Agreements und die Klärung der Details hat gut per E-Mail funktioniert. 

Organisation der Unterkunft im Gastland/Ankunft:

Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich ein wenig schwierig, weil ich mich für Appartement-Anbieter zu lange und für Anbieter von Studenten-Residenzen für einen zu kurzen Zeitraum (2 Monate) in Salamanca aufhielt. Deshalb endete meine Unterkunftssuche schlussendlich auf der Website von Airbnb. Ich fand eine recht günstige 3er WG in der Nähe des Zentrums von Salamanca. Für Personen die eine Wohnung/Unterkunft in Salamanca suchen würde ich im nachhinein auch Facebook empfehlen. Dort gibt es viele Erasmus Gruppen, in denen auch Wohnungen und WGs angeboten werden. Ich kam 2 Tage vor Praktikumsbeginn am Flughafen Madrid an und nahm dann den Autobus nach Salamanca (Dauer 2,5h; Bustickets sind auf der Website von Avanza erhältlich). Die Bushaltestelle war etwas schwierig zu finden, es gibt nämlich eine bei Terminal 4 und eine bei Terminal 1. Im Endeffekt ist es egal wo man zusteigt, der Bus hält in beiden Stationen. Generell ist in Salamanca alles sehr gut zu Fuß erreichbar, deshalb habe ich keinen Gebrauch von den Stadtbussen gemacht. Salamanca hat ebenso einen Bahnhof, von dem aus man auch nach Madrid Chamartín fahren kann (Schnellzug 1,5h; Regionalzug 2,5h). Auto ist in Salamanca überhaupt nicht nötig, und falls man einen Ausflug machen will (zb. nach Ávila oder Segovia)  gibt es viele Busanbieter, die RENFE und auch Fahrgemeinschaften (Blabla Car, …). 

Details zum Centro de Investigación del Cáncer (CIC):

Dieses Krebsforschungszentrum wurde 1995 zur Förderung des Insituts für Molekular- und Krebszellbiologie (IBMCC) gegründet und befindet sich unter der Schirmherrschaft der Cancer Research Foundation der Universität von Salamanca (FICUS). Ziel ist es, wettbewerbsfähige und herausragende Forschungsarbeit zu Krebserkrankungen in ihren grundlegenden, klinischen und angewandten Ebenen zu integrieren.

Das Gebäude, mit seinen 4 Stockwerken, ist in 19 Labore unterteilt. Jedes Labor beheimatet eine Forschungsgruppe und jede Gruppe beschäftigt sich mit einem anderen Feld, wobei aber der Überbegriff immer die Krebsforschung bleibt. Folgende Aktivitäten werden am CIC durchgeführt:

  • Innovative Krebsforschung auf Basis angewandter und klinischer Ebene und Förderung der Synergien zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung und angewandter Wissenschaft
  • Teilnahme an Wettbewerbsprojekten als wissenschaftliches Referenzzentrum sowie spezialisierte Ausbildung in Krebsbiologie und Klinik
  • Zusammenarbeit mit thematischen Netzwerken nationaler und internationaler onkologischer Forschung
  • Schaffung von Dienstleistung für die soziale Wohlfahrt und regionale und nationale wirtschaftliche Entwicklung 

Tätigkeitsbereich:

  • Planung der Experimente, virtuelle Klonierung und Primerdesign
  • Einfache Klonierungen (PCR und PCR Mutagenese, Ligationen, Restriktionsschnitte, Transformation in Escherichia coli, Miniprep, Maxiprep)
  • Pflege der Zellkulturen
  • Extraktion genomischer DNA aus HeLa Zellen
  • Tagging ribosomaler Proteine mit Hilfe des CRISPR/Cas9 Systems (Transfektion HeLa Zellen + sorting via FACS)
  • Immunofluoreszenz
  • Aufreingigung ribosomaler Proteine und Western Blot 

Abschluss von Versicherungen:

An der Universität von Salamanca ist es für jeden Praktikanten/Studierenden (m/w) verpflichtend, sich über On-campus (http://oncampus.es/en/seguros/ oncampus-estudia/) zu versichern. Für diese Versicherung ist es egal, ob man noch Student ist oder nicht, und sie kostet ca. 80 €. Am ersten Tag des Praktikums wurde ich dazu aufgefordert ins “Servicio de Relaciones Internacionales” (C/ Benedicto XVI 22, 1ª planta; Mo-Fr geöffnet von 9:00 bis 14:00) zu kommen und dort eine Kopie des unterzeichneten Learning Agreements, des Reisepasses, der E-Card sowie ein Passfoto und die Bestätigung der Oncampus Versicherung abzugeben. Nach zirka 2 Wochen bekommt man dann eine E-Mail, dass man seine USAL-Karte abholen kann.  

Allgemeine Tipps zum Leben am Praktikumsort:

Die Sprache zu beherrschen ist kein Muss (man kommt auch mit Englisch gut durch den Alltag), aber ich glaube es eröffnet den Erasmus+ Studierenden noch einmal eine ganz andere Sichtweise. Sprachaustausch Deutsch-Spanisch findet jeden Dienstag im Café Manolita (Calle Palominos 21) statt. Die Arbeitskollegen sind in Spanien sehr herzlich und zuvorkommend. Ich habe mit den Leuten aus dem Labor auch viele Dinge in meiner Freizeit gemacht. Es ist auch ganz gut zu wissen, dass in Spanien die Uhren etwas anders ticken. Man steht erst um 7:30 – 8:00 auf, Kaffeepause ist dann um 12:00 (zu dieser Uhrzeit ist es auch üblich einen Snack zu essen, wie Pinchos, Empanadas…) und Mittagspause ist dann meist von 14:00-16:00. Das Abendessen findet um 21:00 oder 22:00 Uhr statt. Kulinarisch gesehen kann man in Salamanca auch sehr viel Neues ausprobieren, man sollte unbedingt Hornazo probieren. Dabei handelt es sich um eine für Salamanca typische Interpretation von Empanadas. Für Tapas ist das Viertel um das Cine Van Dyck sehr empfehlenswert.  

alumni UNI graz

Geidorfgürtel 21, 1. Stock

Telefon:+43 (0)316 380 - 1820

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.